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Einträge am Wednesday 2nd December 2009

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entry 2.12.2009, 12:00
oder

... jetzt wird es spannend!!!

Letzten Samstag war Frauchen stark beschäftigt. Die Weihnachtsdekoration sollte rechtzeitig vor dem ersten Adventssonntag Haus und Garten schmücken. Ich lief neugierig zwischen Kisten und Kästchen umher und staunte wie jedes Jahr, was sie da alles herauskramte. Im Laufe des Nachmittags bekam die Wohnung diesen eigenartigen Zauber, den ich schon aus den vergangenen Jahren kannte.

Interessiert sah ich zu, lag dabei immer im Wege und verzog mich schließlich in mein Körbchen. Ich träumte so vor mich hin und plötzlich musste ich cool.gif schmunzeln. Ich erinnerte mich an ein Weihnachtsfest vor zwei Jahren, an dem ich die ganze Familie zum Staunen gebracht habe.

Wollt ihr wissen, wie ich das gemacht habe, liebe Artgenossen? Ich kann es euch nur zur Nachahmung empfehlen. Dann seid ihr der Star des Abends und habt den Applaus auf eurer Seite.

Am heiligen Abend war die ganze Familie um den großen Esszimmertisch versammelt. Nach dem festlichen Abendessen begannen meine Menschen mit der Bescherung. Aufgeregt saß ich neben dem Esstisch und wartete darauf, dass ich - wie jedes Jahr - mein Geschenk zuerst bekam. Aber was war das denn? Frauchen hatte sich etwas Neues einfallen lassen. Jedes Familienmitglied musste ein Los ziehen und dieses Los bestimmte die Reihenfolge der Bescherung. Natürlich hatte sie mich beim Loseziehen vergessen.Es wäre ja auch ziemlich ausgefallen gewesen, einen Hund ein Los ziehen zu lassen. Ich hätte das zwar mit meiner Schnauze problemlos hingekriegt - aber Frauchen fand das wohl ziemlich blöd.

Die Bescherung begann und dauerte und dauerte ... Mich hatten sie offensichtlich komplett vergessen und beachteten mich nicht. Nach zwei Stunden hatte ich die Schnauze gestrichen voll. Ich schlich mich zum Weihnachtsbaum und taperte langsam durch die dort noch liegenden Päckchen. Ich schnupperte hier und schnupperte da und schließlich hatte ich gefunden, was ich suchte. Erleichtert zog ich mir ein mit buntem Seidenpapier eingepacktes Päckchen unter dem Tannenbaum herovr, trug es vorsichtig zu meinem Lammfell, legte mich gemütlich hin und begann mit meinen Pfoten das Seidenpapier zu zerfetzen.

In diesem Moment schaute Frauchen mich an und traute ihren Augen nicht. "Hat einer von euch Baron sein Geschenk gegeben?" - fragte sie die am Tisch sitzende Runde. Die Familienmitglieder sahen sie erstaunt an. Was sollte diese Frage? Keiner war aufgestanden, jeder war mit dem Auspacken seines Päckchens oder dem Betrachten der Geschenke beschäftigt. Frauchen deutete auf mich und grinste. Die ganze Gesellschaft drehte sich zu mir um und brach in herzhaftes Gelächter aus. "Baron hat sich sein Weihnachtsgeschenk selbst gesucht und aufgemacht" - staunten sie nicht schlecht. Inzwischen hatte ich das Seidenpapier besiegt und einen wundervoll duftenden, gefüllten Kauknochen zutage befördert, an dem ich nun rolleyes.gif genüsslich kaute.

Selbst ist der Hund! Ich musste innerlich grinsen, als ich die verblüfften Gesichter sah. Für wie doof halten die Menschen uns Hunde eigentlich. Ich erinnerte mich an eine Geschichte, die Angela, das Frauchen meiner Hundefreundin Lea, neulich erzählte. Die schlaue Bernersenn-Hündin hatte die Abwesenheit von Frauchen Angela genutzt und sich leckeres, frisch gekochtes Rindfleisch vom Herd stibitzt. Dazu musste sie auf den Küchentisch springen und Rokko, ihr Mitbewohner, hatte das Nachsehen. Er ist wesentlich kleiner als sie und konnte die Kletterpartie nicht bewältigen. Ich glaube nicht, dass Lea ihm etwas heruntergeworfen hat.

... ich bin gespannt, wie es dieses Jahr Weihnachten wird. Ich bestehe darauf, dass ich als Erster dran bin. Ich weiß nur noch nicht, wie ich das Frauchen mitteilen soll. Vielleicht sollte ich bei Beginn der Bescherung einfach herzzerreißend heulen. Das kann ich ganz gut und ich vertraue darauf, dass mein Hinweis verstanden wird.

Euer schlauer Baron

Einträge am Tuesday 17th November 2009

entry 17.11.2009, 18:58
oder

... wie man sich als Hund im Menschen-Hotel fühlt!

Heute will ich euch einmal von meiner ersten Hotel-Übernachtung erzählen, zu der ich Herrchen und Frauchen aus einem sehr traurigen Anlaß begleiten durfte. Eine liebe Freundin der Beiden war verstorben und meine Besitzer waren sehr traurig und niedergeschlagen, als wir uns auf die Reise nach Brand-Erbisdorf ins Erzgebirge machten.

Frauchen hatte vorher im Hotel angerufen und sich erkundigt, ob Hunde willkommen seien. Die nette Dame an der Rezeption bejahte diese Frage. Frauchen informierte sie noch, dass es sich bei mir um einen "großen Hund" handeln würde und auch darin sah die Dame kein Problem.

Meiner Reise stand nun nichts mehr im Wege. Ich wurde von Frauchen genau instruiert, wie ich mich in dem feinen Hotel zu benehmen hatte. Mir schwirrte schon der Kopf von den vielen Ermahnungen und ich dachte insgeheim: "Das kann ja heiter werden - da darf ich ja gar nichts - außer auf`s Wort gehorchen. Das kann ich zwar - will es aber nicht immer. Wenn Frauchen meinen Interessen, z. B. Hasen jagen, im Wege steht und mir das verbietet, stelle ich schon einmal meine Ohren auf Durchzug und tongue.gif ignoriere ihre Kommandos.

Als Frauchen sich mit mir an der Leine der Rezeption näherte, zuckte die nette junge Dame bei meinem Anblick zusammen und meinte: "Größer ging es wohl nicht". Als Frauchen ihr versicherte, dass ich ein gut erzogener, nicht agressiver Hovawart sei, beruhigte sie sich und streichelte vorsichtig meinen Kopf. "Ein Schöner ist er ja - und er macht seinem Namen "Baron" alle Ehre" - meinte sie freundlich.

Die erste Hürde war genommen. Die zweite Hürde war für mich schon wesentlich schwieriger zu bewältigen. Ich sollte eine sehr glatte, offene Mamortreppe bis in den vierten Stock hinauflaufen. Das gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Frauchen war mit mir noch nie Fahrstuhl gefahren und wollte mich in diesem Augenblick nicht auch noch damit konfrontieren. Also blieb nur die Treppe. Ich stand zögernd davor und merkte beim Hinauflaufen der ersten Stufen, dass diese superglatt waren und dass ich durch die Öffnungen weit nach unten blicken konnte. ohmy.gif Mir brach der kalte Schweiß aus. Frauchen stand hinter mir und redete mir gut zu. cool.gif Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und sprang entschlossen die Treppe hoch. Frauchen spurtete hinterher, da sie mich an der Leine hatte. Völlig außer Atem kam sie mit mir im vierten Stock an. Hinterher meinte sie zu Herrchen: "Dieser Hund ist der beste Fitnesstrainer, den FRAU sich nur wünschen kann".

Wir bezogen unser Zimmer und ich durfte zu meiner großen Freude im gleichen Raum mit meinen Besitzern schlafen.
Da das für mich völlig ungewohnt war, lief ich des Nachts, wenn ich wach wurde, von einem Bett zum anderen und vergewisserte mich, dass Herrchen und Frauchen noch da waren.

Am nächsten Morgen durfte ich beide in den Frühstücksraum begleiten. Ich legte mich unsure.gif brav neben den Tisch und sprang auch nicht auf, als meine Besitzer aufstanden und sich am Büfett bedienten. Ich bekam das Kommando "Platz und Bleib". Das kenne ich gut. Ich weiß dann genau, dass ich nicht aufstehen darf, bevor Frauchen mir das erlaubt.

Nachdem ich mit Herrchen eine Runde Gassi gegangen war, musste ich stundenlang im Hotelzimmer alleine bleiben, da Herrchen und Frauchen nun zur Beerdigung von Geli gingen. Das war für mich kein Problem. smile.gif Ich rollte mich zufrieden zusammen und schlief erst einmal eine Runde. Ich habe volles Vertrauen zu meinen Besitzern und weiß aus Erfahrung ganz genau, dass diese immer wiederkommen, wenn sie mich allein gelassen haben. Ich bekam von Frauchen den Auftrag, das Zimmer zu bewachen und das tat ich dann auch. Frauchen informierte die nette Dame an der Rezeption, dass ich alleine sei und dass das Zimmermädchen heute nicht kommen solle.

... das war`s im Wesentlichen. Alles kein Problem. Als meine Besitzer von der Beerdigung zurück kamen, waren sie sehr bedrückt. Frauchen weinte sogar. Ich gab mein Bestes, um sie zu trösten und aufzuheitern. Ich stubste sie mit meiner Schnauze an den Hals und gab ihr ein Handküsschen. Sie meinte zu Herrchen: "Ich bin so froh, dass Baron dabei ist". Wir machten dann zusammen einen langen Spaziergang. Danach ging es ihr besser.

Euer rolleyes.gif sensitiver Baron

Einträge am Wednesday 12th August 2009

entry 12.08.2009, 10:06
oder

... warum ein Hovi ein sehr selbstständiger Hund ist

Ich liebe Obst! Obst in allen Variationen - es muss nur süß genug sein!

Frauchen hat mir von allen möglichen Sorten etwas zum Probieren gegeben und ich habe im Laufe der Zeit so meine Vorlieben entwickelt. Sehr gerne fresse ich die süßen roten Erdbeeren, die bis in den Oktober hinein in Frauchens Gemüsegarten zu finden sind. Wenn sie vergessen hat, das Tor zu diesem Garten zu schließen, schleiche ich mich heimlich hinein und stibitze die roten Erdbeeren. Das heißt - ich bediene mich selber. Schließlich bin ich nicht farbenblind und kann rot und grün sehr genau unterscheiden.

Frauchen hat das einmal beobachtet und meinte zu Herrchen, dass ich doch ein sehr selbstständiger Hund bin. Ich glaube sogar, sie fand das ganz gut, weil sie nicht geschimpft hat.

Aber heute hat sie ungläubig feststellen müssen, wie selbstständig ich bin. Dieses Ausmaß hätte sie denn doch nicht für möglich gehalten.

Seit einigen Tagen wunderte sie sich beim Spaziergang durch den Garten, dass unter dem Apfelbaum sehr viel Fallobst lag. Die Boskop-Äpfel sind ja eigentlich erst im Oktober reif und lagen jetzt schon zu Dutzenden unter dem Baum. Beim näheren Betrachten stellte sie verwundert fest, dass viele von ihnen äußerlich unversehrt waren. Sie hatten keine Würmer, waren nicht von den Vögeln angefresssen und Angela nahm sie schließlich mit, um dem Pferd ihrer Tochter eine Freude zu machen.

Dass das mit mir zu tun haben könnte - darauf kam sie nicht im Traum.

Aber heute bin ich aufgeflogen. Sie stand zufällig am Fenster, als sie ungläubig beobachtete, wie ich die tiefhängenden Äste des Apfelbaumes zwischen meine Zähne nahm und kräftig daran schüttelte. Zu meiner Zufriedenheit purzelten die Äpfel nur so vom Baum. Ich legte mich rolleyes.gif genüsslich in den Schatten und probierte in aller Ruhe. Zu meiner Enttäuschung schmeckten sie sehr sauer - wie jeden Tag. Ich verstand wirklich nicht, warum das so war und so schüttelte ich täglich neue Exemplare vom Baum, in der Hoffnung, dass doch einmal ein leckerer Süßer dabei ist.

Ihr müsst wissen, dass ich auch Äpfel über alles liebe. Ich smile.gif freute mich unbändig, als ich feststellte, dass diese in Hülle und Fülle an einem Baum im Garten hingen. Da kann ein tongue.gif cleverer Hovawart schon einmal auf - für einen Hund - ausgefallene Ideen kommen...

... als Herrchen von meinem neuesten Einfall erfuhr, meinte er lapidar, Frauchen hätte mir eben nicht so viel Leckerchen in Form von Obst zum Probieren geben sollen. Dass das für mich eine nette und gesunde Abwechslung im alltäglichen Speiseplan bedeutete, hat er wohl übersehen. Einige Obstsorten, z.B. Weintrauben, darf ich allerdings nicht fressen, weil sie für Hunde nicht geeignet sind. Aber im Großen und Ganzen ist frisches Obst und Gemüse wegen der vielen Vitamine für Hunde genauso gesund wie für Menschen. Beim Gemüse sind z.B. Avocados und Zwiebeln für Hunde giftig. Aber welcher Hund frisst schon freiwillig eine Zwiebel. Ich jedenfalls nicht. Tomaten und Paprika sind lt. Frauchens Informationen auch nicht geeignet für mich. Schade!

Euer "selbstständiger" Baron

Einträge am Sunday 19th July 2009

entry 19.07.2009, 14:24
oder


... jetzt habe ich Frauchen restlos verblüfft

Seit zwei Monaten wird mein Futter um 10 % reduziert, weil ich angeblich zu dick geworden bin. Dass ich nicht lache... ich und zu dick!!! Aber mein Tierarzt ist der Meinung, dass ich bei meiner Größe maximal 40 Kilo wiegen darf. Als Frauchen und Herrchen bei einem kritischen Blick auf meine Taille beide der Meinung waren, dass ich zugenommen habe, wurde ich auf die große Waage in der Arztpraxis gestellt. Und richtig - ich wog 44 Kilo. Frauchen maß den Umfang meiner Taille. 71 stolze Zentimeter zeigte das Maßband an. Sie meinte, das wäre jetzt für sie ein guter Anhaltspunkt bezüglich meines Gewichts.

Heute allerdings sagte sie zu Herrchen, dass ich richtig schmal geworden wäre und dass wir nun sofort mit der Futterreduzierung aufhören sollten. Ich habe nämlich in den letzten zwei Wochen zu ihrem Schrecken meine eigene Diät entwickelt, was ihr sehr suspekt ist. Wollt ihr wissen wie die geht, liebe männlichen, unkastrierten Artgenossen?

Ich verweigere ab und zu tagelang mein Futter. Mein Rekord lag bei acht Tagen. Aber meistens sind es drei bis vier Tage. Nicht um sie zu ärgern - nein, ich habe dann einfach keinen Hunger. Da kann sie mir vorsetzen, was sie will.

Meine Appetitlosigkeit hängt mit den attraktiven Hündinnen zusammen, die ich kenne und die im Moment heiß sind. Deren Spur verfolge ich beim Gassigehen mit Hingabe und nehme meine Schnauze nicht mehr von dem Weg. Ich heule wie ein Wolf, wenn ich sie nicht finde und bin dann traurig und deprimiert wenn wir nach Hause kommen. Ich lege mich in mein Körbchen und will nur noch meine Ruhe haben. Frauchen traut sich schon gar nicht mehr, mich ohne Leine laufen zu lassen. Ausbüchsen ist ja sonst nicht meine Art - aber in diesem Fall...

Liebeskummer nennt man das wohl!!!

Frauchen kennt das ja schon aus der Vergangenheit. Aber in dieser Häufigkeit hat das bei mir noch nicht erlebt. Auf jeden Fall ist sie jetzt sehr besorgt und meinte zu mir, dass das keine Hündin wert ist, dass man nichts mehr frisst. Sie hat ja recht - aber ändern kann ich es auch nicht. Verständnisvoll sah sie mich an und meinte nachdenklich, dass es ihr in ihrer Jugendzeit ähnlich ergangen sei. Bei Liebeskummer bekam sie keinen Bissen mehr herunter und aß nur das Nötigste aus Vernunftgründen. Diese Gründe verstehe ich nicht. Was bitteschön ist Vernunft? Ich als Hund handele rein instinktmäßig.

Meine Taillenweite beträgt zu ihrem Schrecken nur noch 64 Zentimeter. Da könnt ihr euch vorstellen, wie schlank ich jetzt bin. Meine Rippen sind beim Abtasten deutlich fühlbar.

Heute Abend allerdings hat sie mich ausgetrickst. Statt des üblichen Trockenfutters mit Lamm und Reis bekam ich Futter aus der Dose mit ganzen Hähnchenstücken und einer leckeren Soße. Da konnte ich nun nicht mehr widerstehen. Mir lief das Wasser im Maul zusammen, dass es nur so tropfte... und zu ihrer Erleichterung fraß ich endlich.

... ich hoffe, dass ich ihr diesen blöden Diätwahn nun endgültig ausgetrieben habe. Ich bin schließlich ein selbstständiger, erwachsener Hund, der sein Gewicht in Eigenregie reguliert. Sie soll einfach darauf vertrauen, dass ich in regelmäßigen Abständen meine "Heiße-Hündinnen-Diät" mache und mich nicht mit dieser blöden Futterreduzierung nerven.

Euer rolleyes.gif gertenschlanker Baron


Einträge am Monday 22nd June 2009

entry 22.06.2009, 10:15
oder

... wie Frauchen meinen größten Wunsch erfüllte

Habt Ihr, liebe Artgenossen, schon einmal so richtig Durst gehabt und durftet aus keiner Pfütze, keinem Bach und keinem Tümpel saufen, weil das wegen der Verschmutzungen zu gefährlich ist? Das sind Prüfungen ...

Ich hatte im letzten Herbst trotz Frauchens Verbot aus einer Pfütze einige Schluck geschlabbert und es bitter bereut. Ich wurde sterbenskrank, weil das Wasser mit Unkrautvernichtungsmittel vergiftet war. Nur meinem guten Tierarzt habe ich es zu verdanken, dass ich noch bei Frauchen sein darf.

Beim letzten Spaziergang mit meinen Hundefreunden Anu und Darko geriet ich erneut in diese fatale Situation. Durst ohne Ende und aus keiner Pfütze durfte ich schlabbern. Unsere beiden Frauchen waren an diesem Tag etwas durch den Wind und konnten sich endlos nicht entscheiden, ob sie den begonnenen Spaziergang mit uns fortsetzen wollten, als sie merkten, dass am Horizont eine Gewitterfront aufzog. Der Himmel wurde bedrohlich dunkel und der strahlende Sonnenschein wurde innerhalb von Sekunden von einem Schauer abgelöst, der nicht aufhören wollte. Wir drei Hovis und unsere Frauchen suchten Schutz unter einem großen Baum.

Die dann folgende Diskussion zwischen Susanne und Frauchen verfolgten wir mit großen Augen und verstanden nicht, worum es eigentlich ging. Uns machte der Regen nichts aus und wir wollten eigentlich nur weiterlaufen, miteinander spielen und uns so richtig austoben.

Doch unsere Frauchen waren dazu nicht bereit und diskutierten, ob sie weiter die gewohnte Runde laufen oder lieber umkehren sollten. In beiden Fällen wären sie pitschnass geworden, da sie keine Regenkleidung trugen. Unentschlossen verweilten sie unter dem Baum und gingen dann mit uns mal ein Stück die Straße hoch und dann wieder runter. Susanne wollte weiter und Frauchen wollte zurück. Hin und her - her und hin. Die Menschen sind manchmal wirklich etwas merkwürdig. Wir Hunde verstanden überhaupt nicht, was das Theater sollte und wurden langsam ungeduldig.

Frauchen blickte besorgt zum Himmel, der sich immer mehr verdüsterte. Es goß mittlerweile wie aus Kübeln. Nach einer Weile ließ der Starkregen plötzlich nach, es nieselte nur noch und in südlicher Richtung zeigte sich ein Streifen blauer Himmel. Susanne und Frauchen hatten spontan die gleiche Idee. Wir verließen die gewohnte Route und gingen der Sonne entgegen.

Nach einer Weile hörte der Nieselregen ganz auf und die Sonne brannte wieder vom Himmel. Wir gingen eine ungewohnte Strecke und nach einer langen, langen Weile meinte Frauchen, es wäre doch wunderschön, wenn jetzt hier irgendwo ein nettes Gartenrestaurant auftauchen würde, wo wir alle etwas trinken könnten. Denn wir hatten Durst, richtigen Durst. Alle!!! Hunde und Menschen!

Sie hatte den Satz gerade zu Ende gesprochen, als rechter Hand plötzlich eine Reitanlage mit diversen Koppeln und einem großen Gebäude zu sehen war. Auf der Terrasse standen einladend Tische und Stühle und an der Tür hing ein Brauereischild. Susanne und Frauchen sahen sich ungläubig an und strebten dann entschlossen auf die Terrasse zu. Und richtig! Es war wirklich ein kleines Gartenrestaurant und natürlich gab es auch etwas zu trinken. Für die Hunde und für die Menschen.

Entspannt saßen unsere Frauchen in der Sonne, plauderten miteinander und genossen eine Erfrischung. Wir Hunde bekamen kühles Brunnenwasser und konnten uns im Schatten ausruhen. Wunderbar! Was will der Hund mehr!!! Dieses Gartenrestaurant hatte uns der Himmel geschickt.

... Frauchen meinte anschließend zu Susanne, dass der liebe Gott wohl ein Einsehen mit unseren Nöten gehabt habe und uns an diesem Restaurant vobeigeführt hat. Ich kenne den lieben Gott ja nicht und meine eher, dass mein Frauchen manchmal eine Zauberin ist. Ich weiß zwar nicht genau, was das eigentlich ist, aber wenn man ein Gartenrestaurant aus dem Hut zaubern kann, ist man doch eine Zauberin - oder???

Euer rolleyes.gif begeisterter Baron

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