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Einträge am Tuesday 17th November 2009
oder ... wie man sich als Hund im Menschen-Hotel fühlt! Heute will ich euch einmal von meiner ersten Hotel-Übernachtung erzählen, zu der ich Herrchen und Frauchen aus einem sehr traurigen Anlaß begleiten durfte. Eine liebe Freundin der Beiden war verstorben und meine Besitzer waren sehr traurig und niedergeschlagen, als wir uns auf die Reise nach Brand-Erbisdorf ins Erzgebirge machten. Frauchen hatte vorher im Hotel angerufen und sich erkundigt, ob Hunde willkommen seien. Die nette Dame an der Rezeption bejahte diese Frage. Frauchen informierte sie noch, dass es sich bei mir um einen "großen Hund" handeln würde und auch darin sah die Dame kein Problem. Meiner Reise stand nun nichts mehr im Wege. Ich wurde von Frauchen genau instruiert, wie ich mich in dem feinen Hotel zu benehmen hatte. Mir schwirrte schon der Kopf von den vielen Ermahnungen und ich dachte insgeheim: "Das kann ja heiter werden - da darf ich ja gar nichts - außer auf`s Wort gehorchen. Das kann ich zwar - will es aber nicht immer. Wenn Frauchen meinen Interessen, z. B. Hasen jagen, im Wege steht und mir das verbietet, stelle ich schon einmal meine Ohren auf Durchzug und Als Frauchen sich mit mir an der Leine der Rezeption näherte, zuckte die nette junge Dame bei meinem Anblick zusammen und meinte: "Größer ging es wohl nicht". Als Frauchen ihr versicherte, dass ich ein gut erzogener, nicht agressiver Hovawart sei, beruhigte sie sich und streichelte vorsichtig meinen Kopf. "Ein Schöner ist er ja - und er macht seinem Namen "Baron" alle Ehre" - meinte sie freundlich. Die erste Hürde war genommen. Die zweite Hürde war für mich schon wesentlich schwieriger zu bewältigen. Ich sollte eine sehr glatte, offene Mamortreppe bis in den vierten Stock hinauflaufen. Das gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Frauchen war mit mir noch nie Fahrstuhl gefahren und wollte mich in diesem Augenblick nicht auch noch damit konfrontieren. Also blieb nur die Treppe. Ich stand zögernd davor und merkte beim Hinauflaufen der ersten Stufen, dass diese superglatt waren und dass ich durch die Öffnungen weit nach unten blicken konnte. Wir bezogen unser Zimmer und ich durfte zu meiner großen Freude im gleichen Raum mit meinen Besitzern schlafen. Da das für mich völlig ungewohnt war, lief ich des Nachts, wenn ich wach wurde, von einem Bett zum anderen und vergewisserte mich, dass Herrchen und Frauchen noch da waren. Am nächsten Morgen durfte ich beide in den Frühstücksraum begleiten. Ich legte mich Nachdem ich mit Herrchen eine Runde Gassi gegangen war, musste ich stundenlang im Hotelzimmer alleine bleiben, da Herrchen und Frauchen nun zur Beerdigung von Geli gingen. Das war für mich kein Problem. ... das war`s im Wesentlichen. Alles kein Problem. Als meine Besitzer von der Beerdigung zurück kamen, waren sie sehr bedrückt. Frauchen weinte sogar. Ich gab mein Bestes, um sie zu trösten und aufzuheitern. Ich stubste sie mit meiner Schnauze an den Hals und gab ihr ein Handküsschen. Sie meinte zu Herrchen: "Ich bin so froh, dass Baron dabei ist". Wir machten dann zusammen einen langen Spaziergang. Danach ging es ihr besser. Euer
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17.11.2009, 18:58